Kategorie: Marke & Marketing

Warum Sie Content und Inbound-Marketing nicht verwechseln sollten

Das Internet bietet den Menschen neue Ansätze auf der Suche nach Lösungen und Inhalten: Ohne ihre Fragestellung näher eingrenzen oder ihren Wunsch spezifisch benennen zu können, kommen sie mit Content in Berührung. An dieser Stelle setzt Content-Marketing an: Die gewünschte Zielgruppe wird mithilfe nutzerrelevanter Inhalte angesprochen und so von einem Produkt, einem Unternehmen bzw. einer Dienstleistung überzeugt. Inbound-Marketing verfügt über einen ähnlichen Ansatz, der mithilfe verschiedener Tools und optimierender Strategien Besucher entlang ihrer Customer Journey begleitet. In den letzten Jahren sind beide Herangehensweisen zu effektiven Alternativen der klassischen Werbung geworden – doch wie unterscheidet sich Content- von Inbound-Marketing?

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Die Unterschiede zwischen Content- und Inbound-Marketing

Qualitativ hochwertiger Inhalt ist der gemeinsame Nenner von Content-Marketing und Inbound-Marketing: Denn das Ziel von Content ist nicht, zu stören, sondern durch hochwertige Informationen zu überzeugen. Das Internet machte Content-Marketing-Strategien besonders für kleine und mittelständische Unternehmen interessant, die damit häufig aufgrund von branchenspezifischen Nischenthemen schnell Reichweite und Leserschaft erlangen können. Da qualitativ hochwertige Online-Inhalte eine längere Wirkungsdauer und potenziell größere Reichweite als beispielsweise klassische Printanzeigen haben, ist Content-Marketing nachhaltiger, denn ein einzelner guter Blogpost kann tausende von Menschen erreichen, ohne dass jedes Mal dafür gezahlt werden muss. Wenn die Inhalte weiterhelfen, entstehen Vertrauen und Bindung zum Verfasser. Entschließt sich der Suchende nach einiger Zeit, ein Produkt oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er bei demjenigen kauft, der ihn bei der Suche nach seiner individuellen Lösung am hilfreichsten unterstützt. Beim Content-Marketing wird also die gewünschte Zielgruppe mithilfe passender Inhalte von Produkten, Leistungen oder Marken überzeugt.

Inbound-Marketing produziert nützliche Inhalte wie Blogbeiträge, Videos oder E-Books und kombiniert sie mit weiteren Maßnahmen, um Besucher anzuziehen und zu überzeugen, Käufe zu tätigen. Sie beinhalten Suchmaschinenoptimierung, gezielte Verbreitung über verschiedene digitale Kanäle und die Verbesserung de Conversion-Rate. Landing Pages und Formulare animieren den Nutzer, sich als Lead anzumelden, um ein sogenanntes Content Offer zu einem relevanten Thema zu erhalten. Anschließend wird der Lead mit E-Mail-Marketing durch eine Customer Journey begleitet. Neben weiteren interessanten Inhalten werden ihm die passenden Produkte oder Dienstleistungen als Lösung für sein Problem nahegelegt. Vom ersten Kontakt an stehen Nutzer und Nutzererfahrung im Mittelpunkt. Mithilfe von Lead-Nurturing, Automatisierung und A/B-Testing wird diese für einen größtmöglichen ROI kontinuierlich verbessert.

Nach dieser Definition ist Content-Marketing ein Teilbereich von Inbound-Marketing: Beide Ansätze verlangen überlegte Strategien, ausreichende Vorbereitung, Investitionswillen und vor allem gute Inhalte. Aber es lohnt sich, denn langfristig wird mit Content eine bessere Beziehung zum Kunden aufgebaut, die niemals durch reines Bewerben zustande käme.

 

Wie KMUs mit Inbound-Marketing Kunden an sich binden

Häufig warten motivierte Unternehmen nach Livegang ihres Blogs wochenlang darauf, dass sich jemand auf Ihre Website verirrt, denn die Etablierung einer Marke alleine durch Content-Marketing ist langwierig und lässt sich nur mühselig optimieren. Aber guter Content funktioniert nicht ohne Publikum! Um schnell eine messbare Reichweite zu erlangen und nutzerorientierte Inhalte zu produzieren, geht Inbound-Marketing einen Schritt weiter und erstellt Content auf Basis zielgerichteter Analyse – während Content-Marketing lediglich pauschalisiert und spekuliert.

Wussten Sie, dass viele KMUs bereits eine analoge Art Inbound-Marketing machen? Die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen sind regional vernetzt, leisten gute Arbeit, bieten eine umfassende Beratung, lösen Probleme und hoffen darauf, durch Mund-zu-Mund-Propaganda an Bekanntheit zu gewinnen. Im Endeffekt funktioniert dies online nicht anders: Die Bereitstellung von Informationen, die die Probleme der Suchenden lösen, zieht die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf sich. Dafür müssen diese Inhalte zielgerichtet gestreut werden. Über die klassischen Content-Maßnahmen wie Blogs, Newsletter, E-Books hinaus, sind demnach Social-Media-Maßnahmen, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) unverzichtbar. Für erfolgreiche Inbound-Kampagnen müssen die Unternehmen nicht nur ihre Zielgruppe kennen – sie müssen das Verhalten und die Bedürfnisse ihrer Kunden analysieren und auswerten: Wer sind ihre Wunschkunden? Welche Herausforderungen stellen sich potentielle Kunden? Wie erreichen sie gewünschte Personas? Welche Formate sind dafür prädestiniert?

Inbound-Marketing eignet sich besonders für KMUs, denn sie können die Effekte ihrer Inbound-Kampagnen einfacher messen und sehen schneller Ergebnisse als beim herkömmlichen Content-Marketing – vor allem, wenn es mit Paid Advertising und Social-Media-Marketing kombiniert wird. Wenn Lösungen für Probleme einer Zielgruppe angeboten werden und Unternehmen sich somit als kundenorientierter Branchenexperten positionieren, können potenzielle Kunden auf ihrer Website abgeholt und anschließend an den Vertrieb weitergereicht werden. Aufgrund unterschiedlicher komplexer Themenfelder wie SEO, SEA, Analyse sowie Conversion-Optimierung ist ein hoher Spezialisierungsgrad der Mitarbeiter gefragt. Für die Umsetzung der ersten Inbound-Kampagne lohnt es sich deshalb, die Unterstützung einer Inbound-Marketing-Agentur einzuholen –denn das Marketingkonzept muss als großes Ganzes gesehen werden, um die einzelnen Maßnahmen effektiv miteinander zu verknüpfen. Außerdem müssen die entstandenen Datenmengen analysiert und interpretiert werden.

Das sollten KMUs bei der Umsetzung einer Inbound-Marketing-Strategie unbedingt beachten:

  • Damit die Inhalte von potentiellen Kunden bei Google gefunden werden können, ist eine suchmaschinenoptimierte Website Pflicht.

  • Ein Investitionswille ist nötig! Um Inbound-Marketing aktiv und kontinuierlich zu betreiben, muss ein langfristiges Umdenken angeregt und entsprechende Umstrukturierungsmaßnahmen im Unternehmen umgesetzt werden.

  • Um erfolgreiche Inhalte zu produzieren und die Website zu optimieren, müssen die Mitarbeiter entsprechend geschult und sensibilisiert werden.

  • Aufgrund begrenzter Ressourcen sollte der Fokus auf dem Wesentlichen liegen: gutem Content.

Mit hochwertigem, relevantem Content, kluger SEO und authentischer Social-Media-Präsenz finden potenzielle Kunden (fast) von alleine auf die Unternehmens-Website – um dort freiwillig zu verweilen! Inbound-Marketing ist eine Maßnahme, die besonders für KMUs geeignet ist, denn überzeugende Inhalte in Kombination mit Optimierungsstrategien sorgen für qualifizierte Leads, die bereit sind, zu kaufen.


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Verfasst von Stefano Viani am 16.10.17 17:32

 

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